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Spektakuläres Podium beim ELMS-Saisonstart: Finn Gehrsitz stürmt in Frankreich auf Rang zwei

Spektakuläres Podium beim ELMS-Saisonstart: Finn Gehrsitz stürmt in Frankreich auf Rang zwei

Der Stuttgarter überzeugte bei seinem zweiten LMP3-Rennen in der ELMS

“Das war eines der wichtigsten Podien in meiner jungen Karriere”, sagt Finn Gehrsitz nach dem Saisonstart in der berühmten European Le Mans Series (ELMS). Der 17-Jährige startete im französischen Le Castellet für das Topteam United Autosports und teilte sich den Le-Mans-Prototypen-3 (LMP3) Ligier JS P320 mit Bailey Voisin und Josh Caygill. Das Trio überzeugte im Rennen, profitierte von einer Strafe gegen die Konkurrenz und sicherte sich so Position zwei.

 

Der Circuit Paul Ricard ist dank der Formel 1 weltbekannt, da sie dort den Grand Prix von Frankreich austrägt. Der rund 5,8 Kilometer lange Kurs im Süden Frankreichs war der Austragungsort des ELMS-Saisonauftakts 2022. Das Vier-Stunden-Rennen war von spannenden Zweikämpfen, vielen Positionswechseln und einem starken Auftritt der United-Autosports-Truppe geprägt. Gehrsitz setzte das Auto im Qualifying auf einen soliden fünften Platz. Den Start fuhr Caygill, der das Auto dann an Voisin übergab.

 

Gehrsitz übernahm das Steuer für den vorletzten Stint und hielt das Auto mit all seinem Können auf der ersten Position, auf welcher der Stuttgarter den LMP3 letztlich noch einmal an Caygill übergab, der schlussendlich Dritter wurde. Das zweitplatzierte Team wurde nach dem Rennen disqualifiziert, weshalb das United-Autosports-Trio noch einen weiteren Platz vorrückte. Mit Rang zwei zeigten Gehrsitz und seine Teamkollegen klar und deutlich, dass mit ihnen in der ELMS-Saison 2022 zu rechnen sein muss.

 

“Es war ein perfekter Start in die Saison”, freut sich Gehrsitz. “Wir haben das Maximum herausgeholt und es aus eigener Kraft in der LMP3-Kategorie mit 13 Autos im Feld auf das Podium geschafft. Als wir im Hotel dann erfahren haben, dass wir Platz zwei geerbt haben, gab es keinen Halt mehr. Wir sind sehr glücklich mit dem Ergebnis und freuen uns auf eine spannende Saison in einer der besten europäischen Rennserien überhaupt. Der zweite Platz in Le Castellet war nur der Anfang, denn ich bin hungrig auf mehr. Ich freue mich schon auf das nächste Rennen in Imola.”

 

Runde zwei der ELMS-Saison 2022 findet am 15. Mai im italienischen Imola statt. Es ist eine weitere Strecke, die im Kalender der Königsklasse vertreten und reich an Motorsportgeschichte ist. Die ELMS trägt dort ein weiteres Vier-Stunden-Rennen aus. Gehrsitz ist heiß darauf, seine guten Leistungen vom Saisonauftakt in Frankreich zu bestätigen und zusammen mit United Autosports sowie seinen Teamkollegen Caygill und Voisin einen weiteren Podestplatz einzufahren.

 

FINN GEHRSITZ VERSTÄRKT UNITED AUTOSPORTS IN DER LMP3 DER EUROPÄISCHEN LE-MANS-SERIE (ELMS)

FINN GEHRSITZ VERSTÄRKT UNITED AUTOSPORTS IN DER LMP3 DER EUROPÄISCHEN LE-MANS-SERIE (ELMS)

Das Jahr 2022 könnte für Finn Gehrsitz bisher nicht besser laufen. Erst im Februar zeigte der 17-jährige AVL RACETECH Markenbotschafter sein Talent in der Asian Le Mans Serie. Heute können wir stolz verkünden, dass Finn Gehrsitz als einer der drei Fahrer für die diesjährige Europäische Le-Mans-Serie (ELMS) im #2 United Autosports Ligier JS P320 nominiert wurde.

Das Team ist mehrfacher Meisterschafts- und Rennsieger: 2020 gewann es die FIA World Endurance Championship und das 24-Stunden-Rennen von Le Mans sowie im selben Jahr den LMP2-Titel der European Le Mans Series und ist damit das erste Team, das alle drei Rennen im selben Jahr gewonnen hat. Darüber hinaus hat das Team auch dreimal die LMP3-Europameisterschaft der Le Mans Series und die LMP2- und LMP3-Meisterschaften der Asian Le Mans Series gewonnen.

Mit Unterstützung von AVL RACETECH, wurde Finn Gehrsitz bereits im vergangenen Jahr der jüngste Fahrer im Michelin Le Mans Cup, als er im Alter von 16 Jahren bei Phoenix Racing unterschrieb. Eine erfolgreiche Debütsaison brachte Finn seine erste Pole-Position in einem Prototyp, seinen ersten Rennsieg beim Saisonfinale in Portimão sowie einen Platz unter den ersten Vier in der Meisterschaftswertung.

Der 17-jährige Deutsche wird sich den Ligier JS P320 mit der Startnummer 2 mit den britischen Fahrern Bailey Voisin und Josh Caygill während der sechs Rennen der European Le Mans Series teilen, die am 11. und 12. April in Paul Ricard beginnt.

Alle drei Fahrer des #2 United Autosports Liger JS P320 haben gemeinsame GT-Rennerfahrung. Während Bailey im vergangenen Jahr für das Team in der GT4 European Series fuhr und sowohl die Fahrer- als auch die Teammeisterschaft gewann, fuhren Josh und Finn beide den Porsche 911 GT3 in verschiedenen Meisterschaften.

United Autosports bereitet sich auf den Prolog und das Eröffnungsrennen der European Le Mans Series 2022 in Paul Ricard vor, nachdem alle Fahreraufstellungen für diese Saison bestätigt sind.

 

Zak Brown, Teameigner:

“Es ist aufregend, dass wir nun alle unsere Fahrzeugaufstellungen vor dem Start der European Le Mans Series 2022 fertiggestellt haben. Finn scheint aufgrund seiner bisherigen Erfolge ein echtes Talent zu sein, und ich freue mich darauf, mit uns einen weiteren Schritt zu machen.”
 

Richard Dean, Teameigner:

“Im Namen des Teams möchte ich unseren neuen Fahrer Finn bei United Autosports willkommen heißen. Ich bin sicher, dass wir mit ihm und seinen Beifahrern im Ligier #2 LMP3, den wir in der European Le Mans Series einsetzen werden, eine erfolgreiche Partnerschaft haben werden. Finn hat bei den Wintertests, die wir durchgeführt haben, hervorragende Leistungen gezeigt, und ich freue mich über das Potenzial, das wir mit ihm haben.”
 

Ellen Lohr, Director Motorsport AVL:

“Wir sind stolz darauf, Finn seit seinen ersten Schritten nach seiner Kart-Karriere zu unterstützen. Und wir werden auch in Zukunft an seiner Seite sein. Wir sehen sein großes Talent und seine Hingabe für diesen Sport. Im Alter von siebzehn Jahren in der europäischen Prototypenserie in einem der besten Teams zu fahren, ist bereits eine große Leistung, aber wir sehen noch viel mehr Potenzial in ihm.”
 

Über AVL RACETECH

AVL RACETECH, früher bekannt als AVL RACING, ist der globale Motorsportexperte von AVL und seit mehr als 20 Jahren in allen technischen Bereichen des Sports tätig. AVL RACETECH arbeitet mit Kunden in über 17 Rennserien weltweit in den Bereichen Engineering, Test, Simulation und Fertigung. Als Schlüssellieferant für Teams in den angesehensten Rennserien weltweit, von der Formel 1 über NASCAR bis MotoGP bieten wir der Motorsportwelt modernste Technologien und Dienstleistungen. Wir glauben an den Motorsport und nutzen ihn als Plattform für Innovationen. Dieses Know-how transferieren wir in die Entwicklung von Straßenfahrzeugen für zukünftige Generationen der Mobilität.
https://www.avlracetech.com/
 

Über UNITED AUTOSPORTS

United Autosports ist eines der größten Motorsportunternehmen im Vereinigten Königreich und tritt weltweit in verschiedenen Kategorien an. Das Unternehmen mit Sitz in Wakefield, West Yorkshire, befindet sich im Miteigentum von McLaren-CEO Zak Brown und dem ehemaligen Rennfahrer Richard Dean. Das Team ist mehrfacher Meisterschafts- und Rennsieger: 2020 gewann es die FIA World Endurance Championship und das 24-Stunden-Rennen von Le Mans sowie den LMP2-Titel der European Le Mans Series und war damit das erste Team, das alle drei Rennen im selben Jahr gewinnen konnte. Darüber hinaus hat das Team auch dreimal die LMP3-Europameisterschaft der Le Mans Series und die LMP2- und LMP3-Meisterschaften der Asian Le Mans Series gewonnen.
https://www.unitedautosports.com/
 

Finn Gehrsitz rundet erfolgreiche Asian Le Mans Series auf dem Podium ab

Finn Gehrsitz rundet erfolgreiche Asian Le Mans Series auf dem Podium ab

Der 17-Jährige fuhr in Abu Dhabi zweimal auf Platz drei ins Ziel

Finn Gehrsitz hat sein Abenteuer in den Vereinigten Arabischen Emiraten mit einem Doppelpodium in Abu Dhabi gekrönt. Der Stuttgarter fuhr nach einem erfolgreichen Wochenende in der Asian Le Mans Series (ALMS) in Dubai auch in Abu Dhabi gleich zweimal auf das Podium. Gehrsitz feierte nach zwei spannenden Langstrecken-Rennen zusammen mit Marco Seefried und Jürgen Häring von Herberth Motorsport den dritten Platz in der GT-Am-Wertung in der kurzen, aber äußerst spektakulären Meisterschaft.
 

Für Gehrsitz wäre auf dem Finalkurs der Formel 1 mehr drin gewesen, wenn eine ungünstige Full-Course-Yellow die Strategie von Herberth Motorsport nicht durcheinander gebracht hätte. Das Trio war im Porsche 911 GT3 R im ersten Lauf am Samstag lange auf dem ersten Platz unterwegs, musste sich nach vier Stunden Langstrecken-Action aber mit Platz drei zufrieden geben – ein weiteres solides Ergebnis für den Youngster.
 

Mit einer Menge Motivation ging es am Sonntag in das vierstündige Saisonfinale. Gehrsitz, Seefried und Häring dominierten erneut die GT-Am-Wertung auf Platz eins, ehe ein zu kurzer Boxenstopp dem Team einen Strich durch die Rechnung machte. Die minimale Standzeit beim Fahrerwechsel wurde um zwei Sekunden unterschritten, weshalb Gehrsitz letztlich auf Platz drei zurückfiel. Trotz des Rückschlags zeigte der erst 17-Jährige Rennfahrer eine starke Leistung und tütete so ein Top-3-Ergebnis in der ALMS-Saison 2022 ein.
 

“Es war ein großartiges Abenteuer in den Vereinigten Arabischen Emiraten und der ALMS”, sagt Gehrsitz, der sich schon jetzt auf sein weiteres Rennsportprogramm im Jahr 2022 vorbereitet. “Ich danke Herberth Motorsport sowie meinen Teamkollegen Marco und Jürgen für zwei fantastische Rennwochenenden. Der Sieg war zum Greifen nah, aber letztlich haben wir es in allen Rennen auf das GT-Am-Podium geschafft. Ich bin mit Platz drei in der Meisterschaft zufrieden und habe wichtige Erfahrungen gesammelt. Ich freue mich auf die weiteren Herausforderungen im Jahr 2022!”
 

Mit dem Top-3-Ergebnis in der ALMS-Saison 2022 im Rücken reist Gehrsitz jetzt zurück nach Deutschland. Dort wird der 17-Jährige seine Pläne für die Saison 2022 finalisieren und sich auf die anstehenden Aufgaben vorbereiten. Gehrsitz hat dabei nur eins im Fokus: Er möchte endlich seinen ersten großen Sieg auf internationaler Bühne einfahren.

ALMS-Saisonstart: Finn Gehrsitz stürmt in der Wüste von Dubai zweimal auf das Podium

ALMS-Saisonstart: Finn Gehrsitz stürmt in der Wüste von Dubai zweimal auf das Podium

Finn Gehrsitz fuhr in der GT-Am-Kategorie der ALMS in Dubai in zwei Langstrecken-Rennen auf Platz drei

Die Rennsport-Saison startete für Finn Gehrsitz bereits am 12. und 13. Februar 2022 mitten in der Wüste der Vereinigten Emirate. Die Asian Le Mans Series (ALMS) gastierte für die ersten zwei Saisonläufe auf dem Dubai Autodrom, auf dem zwei 4-Stunden-Rennen auf dem Programm standen. Mitten drin der 17-Jährige, der zusammen mit Herberth Motorsport in einem Porsche 911 GT3 R in der Amateur-GT-Wertung der Serie an den Start ging.
 

Das erste Rennen des proppevollen Wochenendes ging am Samstag über die Bühne. Gehrsitz teilte sich das Auto mit Langstrecken-Spezialist Marco Seefried und GT-Veteran Jürgen Häring. Das Trio zeigte einen starken ersten Lauf in der ALMS und stürmte nach vier Stunden – beziehungsweise 114 Runden auf dem 5,4 Kilometer langen Kurs in der Wüste von Dubai – auf Platz drei. Insbesondere Youngster Gehrsitz hinterließ im Porsche 911 GT3 R einen bleibenden Eindruck.
 

Mit neuer Erfahrung im Gepäck ging es am Folgetag gleich in den zweiten ALMS-Saisonlauf. Wie schon am Vortag sorgten vier Stunden Langstrecken-Rennsport in vier verschiedenen Klassen – LMP2, LMP3, GT, GT-Am – für eine Menge Unterhaltung. Gehrsitz setzte sich gemeinsam mit seinen Teamkollegen auf Platz zwei fest, jedoch kostete ein kleines technisches Problem beim Boxenstopp dem Team wertvolle Sekunden, weshalb das Herberth-Trio auf Platz drei zurückfiel. Gehrsitz schaffte es aber gemeinsam mit seinen Teamkollegen, die dritten Position und damit das zweite GT-Am-Podium in Folge zu sichern.
 

“Es war eine großartige Erfahrung, im Porsche 911 GT3 R von Herberth Motorsport auf dem Dubai Autodrom zu starten”, so der Stuttgarter. “Es waren zwei spannende, aber auch fordernde Rennen in einer Meisterschaft auf sehr hohem Level. Ich habe eine Menge mitnehmen können und weitere Fortschritte in meiner Karriere gemacht. Herberth Motorsport hat einen großartigen Job geleistet und ich habe viel von meinen erfahrenen Teamkollegen gelernt. Ich freue mich schon riesig auf weitere Herausforderungen im Jahr 2022.”
 

Für Gehrsitz geht die Reise in der ALMS gleich weiter: Schon am kommenden Wochenende (19. und 20. Februar) wird er beim Saisonfinale in Abu Dhabi um die Krone in der GT-Am-Wertung kämpfen. Der 17-Jährige hat bereits im Prototypen- und GT-Sport überzeugt und erste wichtige Erfolge in seiner jungen Karriere gefeiert. Die Reise wird weitergehen und Gehrsitz hat das Ziel vor Augen: Er möchte schon bald ganz oben auf dem Podium stehen.

Finn Gehrsitz überzeugt mit solidem ELMS-Debüt in Portugal

Finn Gehrsitz überzeugt mit solidem ELMS-Debüt in Portugal

Der Deutsche kam in der LMP3-Kategorie auf Platz neun ins Ziel

 

Finn Gehrsitz hat am vergangenen Wochenende sein Debüt in der berühmten European Le Mans Series (ELMS) gegeben. Nach einer starken Saison in der LMP3-Kategorie des Michelin Le Mans Cups mit Phoenix Racing, durfte der Stuttgarter in der europäischen Königsklasse des Prototypen-Sports erste Runden drehen. Der AVL-Junior startete für das Team Eurointernational und teilte sich seinen Le-Mans-Prototypen-3 (LMP3) mit Langstrecken-Ass Mattia Drudi und dem Franzosen Antoine Doquin.

 

Für Gehrsitz war es der zweite Ausritt auf dem Autodromo Internacional de Algarve im portugiesischen Portimao. Der 4,7 Kilometer lange Kurs mit seinen 15 Kurven hat in den Jahren 2020 und 2021 den Großen Preis von Portugal in der Formel 1 beheimatet. Die ELMS-Saison 2021 gipfelte im Finale unter der Sonne von Portugal, die für Gehrsitz ein echter Glücksbringer war. Vor dem Rennstart hatte Audi-Werksfahrer und Gold-Pilot Drudi das Auto auf Startplatz elf gestellt.

 

Doquin fuhr den Start für das Team und wurde gleich zu Beginn in einen Unfall verwickelt, dem die Front-Flaps zum Opfer fielen. Außerdem gab es eine Durchfahrtsstrafe gegen den Franzosen, weshalb er das Auto auf Platz acht in der LMP3-Kategorie an Gehrsitz übergab. Dann schlug die Stunde des 17-jährigen Talents, der seine ersten Rennkilometer in der ELMS absolvierte.

 

Gehrsitz fuhr einen fehlerfreien Stints und brannte sehr schnelle Runden in den Asphalt von Portimao. Er machte im Laufe seines Einsatzes sogar eine Position gut und übergab dann das Auto an Drudi aus Italien. Das Team lag aufgrund der starken Leistung des Stuttgarters zu diesem Zeitpunkt auf einem starken siebten Platz in der LMP3-Kategorie. Anders als beim Michelin Le Mans Cup, in dem es zwei Klassen (LMP3 und GT3) gibt, starten in der ELMS drei Klassen: LMP2, LMP3, LMGTE. In Gehrsitz’ Wertung gingen insgesamt 17 LMP3-Autos an den Start.

 

Drudi fuhr das Auto letztlich auf Platz sieben ins Ziel und rundete damit einen guten Rennsonntag für Eurointernational ab. Drei Stunden nach der schwarz-weiß-karierten Flagge gab es dann aber einen kleinen Rückschlag: Drudi hatte aufgrund einer Rotphase drei Minuten zu lange im Auto verbracht – es gibt eine maximale Fahrzeit für die Toppiloten in der ELMS. Dementsprechend gab es eine 65-Sekunden-Strafe gegen das Team, die das Trio auf Platz neun des Klassements zurück spülte.

 

Für Gehrsitz stand aber die eigene starke Leistung in seinem Stint im Vordergrund, denn der 17-Jährige hat ein grandioses ELMS-Debüt gefeiert und wieder einmal auf sich aufmerksam gemacht.

 

“Es war ein großartiges Rennwochenende und eine einmalige Erfahrung, in der ELMS zu starten”, so Gehrsitz. “In dieser Klasse starten die besten europäischen Langstrecken-Piloten und ich habe gezeigt, dass ich in der LMP3-Kategorie gut mithalten kann. Es hat eine Menge Spaß gemacht, mit ​​Eurointernational, Antoine und Mattia zusammenzuarbeiten und ich bin sehr stolz darauf, die Saison 2021 mit einem starken Ergebnis in der ELMS abgerundet zu haben. Das war ein wirklich großartiges Jahr für mich, in dem ich eine Menge gelernt habe. Ich freue mich schon jetzt auf die Saison 2022.”

Finn Gehrsitz stürmt in Spa-Francorchamps auf die Pole-Position und holt einen soliden vierten Platz

Finn Gehrsitz stürmt in Spa-Francorchamps auf die Pole-Position und holt einen soliden vierten Platz

Der Deutsche brannte im Qualifying eine sensationelle Runde in den Asphalt

 

Der fünfte Lauf des Michelin Le Mans Cup fand auf der berühmten Ardennen-Achterbahn im belgischen Spa-Francorchamps statt. Finn Gehrsitz teilte sich seinen Le-Mans-Prototypen-3 (LMP3) vom Topteam Phoenix Racing wieder mit seinem Teamkollegen Hamza Owega. Der 16-Jährige zeigte im Qualifying eine atemberaubende Leistung und stellte sein Fahrzeug auf die Pole-Position. Im Rennen am Samstag schaffte es das Duo auf einen soliden vierten Platz.

 

Die rund sieben Kilometer lange Strecke in Belgien hat es in sich. Nicht nur die berühmte Kombination Eau Rouge und Raidillon stellt die Fahrer vor große Herausforderungen, sondern auch die weiteren anspruchsvollen Streckenteile des Traditionskurses. Nach einem soliden Freien Training passte Phoenix Racing die Fahrzeugeinstellungen für das Qualifying noch einmal an, um Gehrsitz für das Zeittraining das bestmögliche Material zur Verfügung zu stellen.

 

Und dann ließ der AVL-Junior das Auto so richtig fliegen. Gehrsitz umrundete die Strecke in 2:13,704 Minuten und schlug damit die komplette LMP3-Konkurrenz des Michelin Le Mans Cups. Es war nach Monza bereits die zweite Pole-Position für den talentierten Rennfahrer aus Stuttgart. Auf den Zweitplatzierten hatte Gehrsitz 0,128 Sekunden Vorsprung – eine Menge, da alle LMP3-Autos bis auf die Setups identisch sind.

 

Mit großer Vorfreude startete Owega am Samstag in das 1:50 Stunden lange Rennen in Spa-Francorchamps. Beim Start verlor der Gehrsitz’ Teamkollege jedoch einige Plätze, weshalb er erst einmal wieder den Rhythmus finden musste. Das gelang ihm auf einem soliden fünften Platz, auf dem er sich einsortierte und anschließend mächtig Druck nach vorne machte. Owega übergab das Auto letztlich auf Rang fünf an Gehrsitz.

 

Ein Problem mit der Tankanlage warf das Phoenix-Team dann jedoch weitere rund zehn Sekunden zurück, weshalb Gehrsitz eine fordernde Aufholjagd vor sich hatte. Der Stuttgarter machte in seinem Phoenix-LMP3 richtig Dampf und überholte den Viertplatzierten. Ihm gingen dann aber die Runden aus, um letztlich noch auf das heißersehnte Podium zu fahren. Gehrsitz kam nach 45 Runden rund eine Sekunde hinter dem Drittplatzierten ins Ziel und sicherte dem Rennstall so mit Rang vier ein solides Top-5-Ergebnis.

 

“Hätten wir die Probleme beim Tanken nicht gehabt, wären wir sicher auf das Podium gefahren”, sagt Gehrsitz nach dem Rennen. “So ist das halt aber im Rennsport: Um ein Topergebnis einzufahren, müssen alle Fehler vermieden werden. Das Phoenix-Team hat uns im Qualifying und auch im Rennen ein sehr starkes Auto hingestellt. Mit Platz vier bin ich zwar nicht einhundertprozentig zufrieden, aber wir haben wieder wichtige Punkte für die Meisterschaft gesammelt. Jetzt freue ich mich auf das Finale in Portimao.”

 

Das Phoenix-Duo hat, wie im französischen Le Castellet, im Rennen zwölf Punkte geholt. Die Pole-Position von Gehrsitz brachte dem Team zudem einen weiteren Bonuspunkt ein. Vor dem letzten Saisonrennen am 24. Oktober im portugiesischen Portimao liegen Gehrsitz und Owega auf Rang sechs der Gesamtwertung. Gehrsitz hat am letzten Rennwochenende der Saison 2021 nur ein Ziel: endlich das überfällige Podium einzufahren und einen Pokal mit nach Hause zu nehmen.

Dem Mythos ganz nah: Finn Gehrsitz überzeugt im Rahmenprogramm der legendären 24h von Le Mans

Dem Mythos ganz nah: Finn Gehrsitz überzeugt im Rahmenprogramm der legendären 24h von Le Mans

Der Stuttgarter schnupperte erste Le-Mans-Luft in der LMP3-Kategorie

 

Es ist das legendärste 24-Stunden-Rennen der Welt: Le Mans – und mitten drin war Finn Gehrsitz. Während die Vollprofis im Hauptrennen um die Krone kämpften, startete der Stuttgarter in der LMP3-Kategorie des Michelin Le Mans Cups. Der 16-Jährige schaffte es, zusammen mit Phoenix Racing und seinem Teamkollegen Hamza Owega in beiden Rennen eine gute Figur abzuliefern.

 

Doch alles der Reihe nach: Gehrsitz brannte im ersten Freien Training auf dem Circuit des 24 Heures, oder auch Circuit de la Sarthe genannt, starke Zeiten in den Asphalt und setzte das erste Ausrufezeichen des Rennwochenendes. Im zweiten Freien Training in der Nacht kam es dann aber zu einem unglücklichen Zwischenfall. Gehrsitz wurde von einem Konkurrenten im Heck getroffen, wodurch der Motor beschädigt wurde.

 

Am kommenden Morgen entschied das Phoenix-Team, den Motor zu tauschen, um Überraschungen in den Rennen zu vermeiden. Jedoch mussten Gehrsitz und Owega deshalb die beiden Qualifyings auslassen, weshalb das junge Duo in den beiden Rennen von Platz 44 starten musste. Ärgerlich war auch, dass Gehrsitz deshalb das komplette GT3-Feld vor sich hatte, ehe die Konkurrenz in der LMP3-Klasse folgte.

 

Der Youngster legte im ersten Rennen eine fulminante Aufholjagd hin und schaffte es, zusammen mit Owega auf Platz 15 vorzufahren. Im zweiten Lauf legte das Phoenix-Duo noch einen drauf und stürmte mit Platz neun in die Top 10. Obwohl sich der AVL-Youngster an der Sarthe mehr erhofft hatte, waren beide Läufe mehr als nur reine Schadensbegrenzung. Gehrsitz hat wieder einmal bewiesen, zu den schnellsten Piloten im Michelin Le Mans Cup zu gehören – auch auf einer legendären Strecke wie dem Circuit des 24 Heures.

 

“Natürlich haben wir uns im Qualifying die Pole-Position und in den Rennen jeweils ein Podium erhofft, aber leider gab es den Crash im Freien Training in der Nacht”, so Gehrsitz nach seinem ersten Einsatz in Le Mans. “Wir haben uns aber wieder zurückgekämpft und gezeigt, wozu wir imstande sind. Die Phoenix-Truppe und Hamza haben einen tollen Job gemacht und hart für den Erfolg gearbeitet. Auch wenn wir nicht auf das Podium gefahren sind, sind wir stolz auf die Leistung in Le Mans. Jetzt freue ich mich auf dem nächsten Lauf im belgischen Spa-Francorchamps.”

 

Gehrsitz und Owega liegen in ihrem Phoenix-LMP3 nach dem Rennwochenende in Le Mans auf Platz acht der Gesamtwertung. In den verbleibenden beiden Läufen in Spa-Francorchamps und im portugiesischen Portimao wollen beide Rennfahrer noch einmal angreifen, um Positionen im Klassement gutzumachen und endlich den längst überfälligen ersten Saisonsieg einzufahren. Der Lauf in Belgien findet am 18. September 2021 statt und wird live auf dem YouTube-Kanal des Michelin Le Mans Cup übertragen.

Starker Auftritt in Monza: Finn Gehrsitz holt erste LMP3-Pole-Position

Starker Auftritt in Monza: Finn Gehrsitz holt erste LMP3-Pole-Position

Im Qualifying war der Stuttgarter fast zwei Zehntel schneller als sein engster Verfolger

Finn Gehrsitz hat beim dritten Saisonlauf des Michelin Le Mans Cups seine erste Pole-Position eingefahren. Der Stuttgarter fuhr auf dem Autodromo Nazionale Monza im LMP3-Qualifying die schnellste Runde und setzte seinen Phoenix-Prototypen mit der Startnummer 5 erstmals auf den ersten Startplatz. Zuvor hatte es der 16-Jährige in Barcelona und Le Castellet jeweils auf Platz zwei im Grid geschafft.

Schon das Training lief für Gehrsitz, der sich im Le-Mans-Prototypen-3 (LMP3) auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke im Norden von Italien so richtig wohlfühlte, voll nach Plan. Im Qualifying trumpfte der 16-Jährige dann so richtig auf und umrundete den Kurs in 1:44,785 Minuten. Damit war Gehrsitz ganze 0,176 Sekunden schneller als sein engster Verfolger auf Platz zwei. Gehrsitz, der als jüngster LMP3-Fahrer in die Geschichte des Michelin Le Mans Cups eingegangen ist, hat damit an seinem dritten Rennwochenende überhaupt eine Pole-Position geholt.

Auch im Rennen war Gehrsitz zu jeder Sekunde auf Podiums- und sogar Siegkurs. Nach dem Start übernahm er die Führung und baute gleich einen komfortablen Vorsprung auf seine Konkurrenten auf. Er meisterte sogar zwei Safety-Car-Phasen, die das Feld wieder zusammenstauchten. Beide Male verteidigte Gehrsitz seine Führung, um das Auto letztlich mit über sieben Sekunden Vorsprung auf Platz eins an Owega zu übergeben.

“Es war ein wirklich fantastisches Wochenende und ich habe mich im Auto so richtig wohlgefühlt”, so Gehrsitz. “Die erste Pole-Position einzufahren, ist natürlich etwas ganz Besonderes und ich werde mich immer daran erinnern. Wir haben das Zeug, aufs Podium zu fahren und um den Sieg zu kämpfen. Es wird nicht mehr lange dauern, bis wir zusammen mit Phoenix Racing einen Pokal in die Luft strecken und ganz oben an der Spitze stehen werden. In Monza haben wir bewiesen, dass wir Rennen gewinnen und die Konkurrenz besiegen können. Es fehlte nur noch das letzte Quäntchen Glück!”

Der erste Sieg und das erste Podium waren zum Greifen nah, weil Gehrsitz das Phoenix-Team in eine optimale Ausgangslage für die zweite Rennhälfte gebracht hatte. Owega übernahm das Auto, bis ein technisches Problem den Rennstall zur Aufgabe zwang. Trotz des Rückschlages ist eines klar: Gehrsitz brauchte im Michelin Le Mans Cup nahezu keine Eingewöhnungszeit, um sich an der Spitze zu etablieren und zu einem der schnellsten Fahrer in der LMP3-Kategorie zu werden.

Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis der Stuttgarter sein erstes Podium im Michelin Le Mans Cup einfahren wird und auch der Traum eines Sieges rückt immer näher. Gehrsitz hat am 21. August 2021 auf der legendären Strecke im französischen Le Mans die nächste Chance, erstmals in die Top 3 zu fahren. Im Rahmen des berühmten 24h von Le Mans an die Spitze zu gelangen, wäre für den AVL-RACING-Junior ein wichtiger Schritt in seiner Karriere, die ohne jeden Zweifel steil nach oben geht.

Le Mans Cup in Le Castellet: Funkprobleme verhindern Podiumsplatz für Finn Gehrsitz

Le Mans Cup in Le Castellet: Funkprobleme verhindern Podiumsplatz für Finn Gehrsitz

Der Deutsche sammelte mit Phoenix Racing in der LMP3-Kategorie fleißig Punkte

 

Auf dem Circuit Paul Ricard im französischen Le Castellet standen für Finn Gehrsitz und seinem LMP3-Teamkollegen Hamza Owega der zweite Lauf des Michelin Le Mans Cups 2021 auf dem Programm. Obwohl ein Problem mit dem Funk das Team im Zwei-Stunden-Rennen zurückgeworfen hatte, schaffte es das Duo auf Platz fünf wichtige Punkte für die Meisterschaft zu sammeln.

 

Im Freien Training ging es erst einmal darum, die optimalen Fahrzeugeinstellungen für den 455-PS-starken Le-Mans-Prototypen-3 (LMP3) zu finden. Das erwies sich als gar nicht so einfach, weil die 5,8 Kilometer lange Strecke im Süden Frankreichs Mensch und Maschine vor große Herausforderungen stellt. Das hart arbeitende Phoenix-Team schaffte es aber, dem Duo aus Deutschland ein gutes Fundament für das Qualifying zu bieten, das die Startaufstellung des zweistündigen Laufes mit 27 Autos auf der Strecke bildete.

 

Im Zeittraining ging Gehrsitz aufs Ganze und positionierte seinen LMP3-Boliden auf einen äußerst starken zweiten Platz. Der Stuttgarter war sogar auf Pole-Kurs, jedoch musste er seine schnellste Runde vorzeitig abbrechen, weil ein konkurrierendes Fahrzeug mit einem Motorschaden auf der Strecke liegen geblieben war und die Rennleitung rote Flaggen schwenken musste. Mit Startplatz zwei hat Gehrsitz dem Phoenix-Team aber eine gute Ausgangslage für das Rennen herausgefahren.

 

Während Owega die erste Hälfte des Rennens bestritt, schaute sich Gehrsitz das Geschehen konzentriert aus der Box heraus an. Es kam zu einer Safety-Car-Phase, die viele Teams nutzten um den ersten Pflichtboxenstopp zu absolvieren. Jedoch streikte beim Team rund um die Startnummer 5 der Funk, weshalb Owega die Anweisungen des Teams im Cockpit nicht hörte. Diesen strategischen Nachteil zu korrigieren, war eine große Herausforderung.

 

Owega kam dann unter Grün zum Fahrerwechsel an die Box. Anders als in der Safety-Car-Phase, während der die Piloten auf der Strecke langsam unterwegs waren, schoss die Konkurrenz am stehenden Phoenix-LMP3 unter Grün vorbei. Gehrsitz fand sich auf Platz 15 wieder, als er wieder auf die Strecke fuhr. Es begann eine fulminante Aufholjagd. Nach und nach kassierte Gehrsitz einen Konkurrenten nach dem anderen, um letztlich auf einem soliden fünften Platz ins Ziel zu kommen.

 

“Hätten wir das Problem mit dem Funk nicht gehabt, wäre sicher mehr drin gewesen, aber es hat natürlich trotzdem großen Spaß gemacht, durch das Feld zu pflügen”, so Gehrsitz nach dem Rennen. “Auch wenn ich mit Platz fünf nicht einhundert Prozent zufrieden bin, war es mehr als nur Schadensbegrenzung. Wir haben wichtige Punkte mitgenommen und gezeigt, dass wir zu den schnellsten Teams im Michelin Le Mans Cup gehören. Ich danke dem gesamten Phoenix-Team und Hamza für die großartige Leistung. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis wir nach einem Rennen ganz oben an der Spitze stehen.”

 

Gehrsitz und Owega liegen nach dem zweiten Saisonlauf auf Platz fünf der LMP3-Wertung im Michelin Le Mans Cup. Das Phoenix-Duo hat gerade einmal 15 Punkte Rückstand auf die Spitze. Das nächste Rennen, dass der AVL-RACING-Junior bestreiten wird, findet am 10. Juli auf dem Highspeed-Kurs im italienischen Monza statt. Das Autodromo Nazionale Monza gehört zu den traditionsreichsten Strecken der Welt und ist Heimat des Formel-1-Grand-Prix von Italien.

Zwei Teenager lassen die Rennfahrerelite staunen

Zwei Teenager lassen die Rennfahrerelite staunen

Für den Steinenbronner Finn Gehrsitz und den Möhringer Donar Munding bedeutet die diesjährige Teilnahme am Michelin Le Mans Cup den nächsten Karriereschritt. Nun sitzen beide auf mehr als 400 PS und haben einen klaren Plan.

Steinenbronn/Möhringen – Unter Automobil-Rennsportlern haben sie einen Ruf wie Donnerhall: Die „24 Stunden von Le Mans“ sind für Langstreckenpiloten so etwas wie Wimbledon für Tennisspieler oder das Masters in Augusta für Golfer. Ein Start bei dem seit 1923 jährlich ausgetragenen Rennen im Nordwesten Frankreichs ist für die meisten Fahrer ähnlich erstrebenswert wie ein Platz in einem Formel-1-Cockpit. In der Siegerliste stehen ruhmreiche Namen wie Jacky Ickx, Graham Hill, Hans-Joachim Stuck, Klaus Ludwig und Hans Herrmann, die mittlerweile 93-jährige schwäbische Motorsport-Legende.

 

Auch bei zwei Teenagern der Region lebt der Traum von Le Mans. Die Rede ist von dem 16-jährigen Steinenbronner Finn Gehrsitz und dem zwei Jahre älteren Möhringer Donar Munding, die beide den Sprung vom erfolgreichen Kartfahrer in Langstrecken-Rennautos geschafft haben – und die in diesem Jahr nun beide im sogenannten Michelin Le Mans Cup aufs Gaspedal drücken. Letzterer ist eine aus sechs Rennen bestehende internationale Serie, die als Sprungbrett eben für die mythenumrankten „24 Stunden“ gilt. Beteiligt sind 31 Teams mit jeweils zwei Fahrern. Gefahren wird bis Ende Oktober in Spanien, Frankreich, Italien, Belgien und Portugal. Und, das Wichtigste: der Sieger der Gesamtwertung erhält für 2022 einen Startplatz in Le Mans.

 

Jüngster Fahrer der Wettbewerbsgeschichte

Vom Gewinn dieses Tickets sind Gehrsitz und Munding als Neueinsteiger natürlich noch einiges entfernt. Aber: beim Auftakt in Barcelona haben die zwei Nachwuchspiloten durchaus gleich einmal gezeigt, welches Potenzial in ihnen steckt. Gehrsitz belegte als jüngster Fahrer in der Geschichte der Le-Mans-Cup-Serie zusammen mit seinem Kölner Partner Hamza Owega den achten Platz. Und Munding kam im Gespann mit Maik Rosenberg (Attendorn) auf Rang 17. Beide überzeugten mit einem couragierten Auftritt.

 

„Es gab mehrere neutralisierte Rennphasen mit dem Sicherheitsfahrzeug, die unseren herausgefahrenen Vorsprung haben schmelzen lassen. Das ist leider der Rennsport. Insgesamt bin ich aber mit meinem Ergebnis im ersten Rennen sehr zufrieden“, sagt Gehrsitz. Der Elftklässler des Leinfeldener Immanuel-Kant-Gymnasiums, der im vergangenen halben Jahr seine ersten drei Autorennen allesamt gewonnen hatte, stand nach dem Training sogar auf Startplatz zwei. Und er hatte im Rennen dann auch an zweiter Stelle liegend an seinen Teamkollegen übergeben. Allerdings fiel jener anschließend zurück. Von vornherein weiter hinten, nämlich auf Rang 18 nach der Qualifikation, musste sich Munding einordnen. Doch auch er ließ aufhorchen: In seinem 455 PS starken Ligier startete der 18-Jährige eine furiose Aufholjagd bis auf die dritte Position – welche sein Mitstreiter, in diesem Fall der Sauerländer Routinier Rosenberg, ebenfalls nicht halten konnte.

 

Das Ziel: erst Abi, dann Profifahrer

Mundings Referenz: er ist amtierender deutsche Vizemeister im Porsche Super Sports Cup. Aktuell macht er an der Stuttgarter Cotta-Schule sein Abitur – und will danach wie Gehrsitz ganz auf eine Karriere im Langstrecken-Automobilrennsport setzen. „Mein Ziel ist es, mich nächste Saison als Vollprofi komplett auf den Rennsport fokussieren zu können“, sagt Munding, dessen ebenso mit Benzin im Blut aufgewachsener älterer Bruder Wodan zurzeit eine Karrierepause einlegt.

 

Donar, der Youngster der Familie, der als Kartpilot sogar schon an einer Weltmeisterschaft teilgenommen hat, will beim nächsten Rennen im französischen Le Castellet (4./5. Juni) mit seinem Kollegen weiter vorne angreifen. „Der Auftakt war ein bisschen holprig, weil das Fahrzeug für mich neu war und ich kaum Gelegenheit zum Testen hatte. Das wird nächstes Mal schon deutlich besser aussehen“, sagt er. Echte Le-Mans-Luft werden sowohl er als auch Gehrsitz dann beim vierten Saisonrennen am 21. Mai schnuppern können. Das findet nämlich, mit zwei kurzen Abschnitten von jeweils 55 Minuten, im Rahmenprogramm des diesjährigen 24-Stunden-Rennens statt. Die großen Vorbilder werden den beiden schwäbischen Talenten bei dieser Gelegenheit näher denn je sein.

 

„Wenn ich meine Form aus Spanien halten kann, dann ist dort sogar ein Spitzenplatz für uns drin. Mein erster Start bei den 24 Stunden von Le Mans ist für 2023 oder 2024 geplant“, sagt Finn Gehrsitz selbstbewusst. Es wäre der nächste große Schritt auf dem erhofften Weg in den Rennfahrer-Olymp.

 

Hintergrund: Michelin Le Mans Cup

Der Michelin Le Mans Cup ist eine internationale Sportwagen-Rennserie über Langstrecken, die 2016 ins Leben gerufen wurde und durch die „24 Stunden von Le Mans“ inspiriert ist. Beteiligt sind in diesem Jahr 31 Teams mit jeweils zwei Fahrern, von denen in jedem Rennen beide einen jeweils zweistündigen Teilabschnitt bewältigen müssen. Die Ausnahme ist die Veranstaltung „Road to Le Mans“, bei der auf der Originalstrecke jeder Fahrer 55 Minuten im Einsatz ist. Insgesamt sind von April bis Ende Oktober sechs Rennen in fünf europäischen Ländern vorgesehen. Der Auftakt war in Barcelona. Das Gesamt-Siegerteam erhält für 2022 einen Startplatz beim Klassiker „24 Stunden von Le Mans“. Gefahren werden zwei verschiedene Sportwagenklassen (Gran Turismo und Le-Mans-Prototyp-3), die aber einheitlich gewertet werden.